24 - 25.10.2026: Filmfest Nossendorf
Zum ersten Mal wird es ein Filmfest in Nossendorf geben. Im Zeichen des Kranichs findet es Ende Oktober im nosse Kulturtreff statt.
Bei der Premiere dieses Festivals darf ein Regisseur natürlich nicht fehlen. Wo er doch ein Nachbar vom Kulturtreff in Nossendorf ist: Hans-Jürgen Syberberg. Dem auch im Alter von 90 Jahren immer noch hochkreativen Regisseur und Filmkünstler ist im Programm eine filmische Retrospektive gewidmet. Das Filmfest ehrt die deutsche Regie-Legende mit der Vorführung seiner frühen Filme San Domingo und Sex Business – Made in Pasing.
Hans Jürgen Syberberg wird auch der erste Preisträger des Kranich-Awards sein - eine Auszeichnung des Filmfestes für besonderen Mut, Weitblick und Toleranz. Die Verleihung findet am Samstag, 24. Oktober um 19 Uhr in der Halle auf dem Gutshof Syberberg statt.
Weitere Gäste sind die vielfach ausgezeichnete Filmregisseurin und Kamerafrau Elfi Mikesch mit ihrem Film Verrückt bleiben – Verliebt bleiben. Als Kamerafrau wirkte sie bei vielen Filmen von Rosa von Praunheim mit. Das Filmfest zeigt einen seiner persönlichsten Filme Meine Mütter – Spurensuche in Riga, ein Film über die Suche nach seinen leiblichen Eltern in Lettland während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.
Für Kinder und junggebliebene Erwachsene läuft der Film Reuber von Axel Ranisch. Enrique Sánchez Lansch zeigt seinen Film Pol Pot Dancing über den Werdegang und der Herrschaft des grausamen Diktators.
Oliver Adam Kusio ist mit seinem in Cannes ausgezeichneten Film Ela – Skizzen zum Abschied mit einer Liebesgeschichte aus Polen mit dabei und Andreas Boschmann entführt den Zuschauer nach Russland, kurz vor die Grenze nach Kasachstan mit seinem Film Letters to Orsk.
Annelie Boroș zeichnet mit ihrem Film Wer weiß schon, was ein leben ist? das Leben einer der bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne Paula Modersohn-Becker nach. Eine sehr widersprüchliche Biografie zeigen André Krummel und Pablo Ben Yakov in ihren Film Goldhammer über einen ehemaligen Sexarbeiter auf der Suche nach der maximalen Freiheit.
Zum Festivalabschluss begleitet Gerd Kroske in seinem Film Stolz & Eigensinn starke Arbeiterinnen in technischen Berufen in der DDR kurz vor der Wende und zeichnet ihren beschwerlichen Weg und dem Umbruch nach, der durch den Fall der Mauer entstand.
Im Filmcafé ist mit Cindy Ohde für das leibliche Wohl gesorgt. Für musikalische Unterhaltung singt Florian Korty (Duotone) Lieder aus Filmklassikern. Und tausend Dank an die Freiwillige Feuerwehr Nossendorf für die Unterstützung.
Weitere Infos gibt es unter: www.filmfestnossendorf.de


